• Marcel Kolb & Susanne Chacon

Der Totenkopf ist "in" und hat seinen Schrecken längst verloren!

Vom Symbol der Vergänglichkeit zum omnipräsenten Modeaccessoire!



Aus den meisten Kulturen der Welt sind seit frühester Zeit Abbildungen von Skeletten und Schädeln bekannt. Ihre Darstellungen sollten an die Vergänglichkeit des menschlichen Körpers, die Endlichkeit des Lebens sowie an die Auseinandersetzung mit der Unabwendbarkeit des eigenen Todes erinnern. Ab dem Mittelalter wurden Skelette, insbesondere aber der Totenkopf, zur unmittelbarsten Memento-mori-Darstellung.


In der abendländischen Kultur gilt der Totenschädel seit dem 11. Jahrhundert als Symbol für die Sterblichkeit des Menschen und die Ähnlichkeit aller Menschen nach dem Tod. Im Islam hingegen bedeutet der Tod nicht das Ende des Lebens, sondern eine Übergangsphase. Im christlich geprägten Abendland gehört das Bild des Totenschädels zum Krieg und zum Kampf. Er beweist die Unerschrockenheit, bedingungslose Härte, soll Drohungen zu töten, glaubhaft machen.

Piraten verbreiteten durch das Hissen der Totenkopfflagge schon vor dem Entern bei ihren Opfern Angst und Schrecken.



Die enge Verzahnung von Mode und Tod hat zu einer Trivialisierung des Totenkopfsymbols geführt!


In den letzten Jahren verdünnte sich der Symbolgehalt immer mehr. Der Totenkopf wurde vermarktet und ging auf globalen Expansionskurs.


Während noch vor 30 Jahre das Symbol von der Gothik-Szene als Abgrenzung genutzt wurde, wollen heute bestimmte soziale Gruppen mit dem Totenkopfsymbol eine gewisse Coolness zeigen. Der angstfreie Umgang mit dem Tod, die Zurschaustellung eines Totenschädels auf der Haut, in Form einer Tätowierung oder auf Kleidungsstücken und Schmuck, soll die Botschaft vermitteln, dass man den Tod nicht fürchtet.





Heute ist der Totenkopf zur Massenware auf T-Shirts und Markenkleidung geworden.


Das gründlich gewandelte Verhältnis zum Totenkopf im Westen ist derzeit besonders in der Modewelt zu beobachten. So ist er nicht mehr nur auf Lederwesten der Rockergruppe "Hells Angels" oder auf den Plattencovern diverser Rock-Bands zu sehen.


„Buy now, die later!“ – „Kaufe jetzt, stirb später.“ - lautetet nicht umsonst das Motto im Kasseler Museum für Sepulkralkultur.


Totenköpfe sind Kult, ein Phänomen in der Modewelt von heute. Der Totenkopf-Trend hat inzwischen den Sprung auf die Pariser Laufstege geschafft, hält sich seit Jahren und weitet sich unverdrossen aus.


Nicht nur junge Leute schmücken sich mit Skulls und Skeletten, sondern auch die Generation 50plus. Mittlerweile raus aus der Heavy-Metall-Schiene, aus dem Dunstkreis schwarzer Gothics, erobert die Gruselmode selbst die Grabbeltische von Kaufhäusern.




Hast Du schon den Totenkopf-Spirit?

www.skullsandspirits.com


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